Paradigmenwechsel im Gesundheitssystem

Intuitives Essen als Teil der gewichtsinklusiven Therapie - Ein Paradigmenwechsel


Anmerkung: weil der BMI als überholtes, sexistisches, rassistisches Konstrukt gesehen wird, werden im Sinne der antidiskriminierenden Sprache nach dem fat acceptance movement Wörter mit einem * zensiert, dessen Bedeutung die BMI Skala definiert. Beispiel Ü*ergewicht.



Das Konzept "Intuitiv Essen" (IE) wurde 1995 von den amerikanischen Diätologinnen Evelyn Tribole und Elyse Resch entwickelt, 2020 erschien die vierte Überarbeitung der Publikation (Tribole & Resch, 2020). IE ist auf 10 Prinzipien aufgebaut und kurz gesagt die verschriftlichte Gegenbewegung zur Gewichtsmanagementkultur. Im Gegensatz zu Diäten, wo sämtliche individuellen Bedürfnisse missachtet werden, stehen beim IE innere Signale im Vordergrund. Einerseits wird das Wahrnehmen angeborener Instinkte neu gelernt, andererseits ist auch das Entlernen von äußeren Störfaktoren, Glaubenssätzen und Regeln ein wesentlicher Teil der Therapie. Insgesamt adressiert es das komplexe ernährungspsychologische Zusammenspiel von Instinkten, Emotionen und Gedanken (LaMotte, 2020).


Gewichtsinklusive Therapie

Intuitiv Abnehmen ist der neue Verkaufsschlager der Diätindustrie und damit das Gegenteil des eigentlichen Konzeptes. In Zusammenhang mit echtem Intuitiven Essen ist der wichtigste Faktor der Paradigmenwechsel zur gewichtsinklusiven Therapie. Das bedeutet, dass Gesundheit nicht länger von einer Zahl oder Formel abhängig gemacht wird, sondern vielmehr von gesundheitsförderndem Verhalten, unabhängig vom Körpergewicht. Kanadas Gesundheitssystem weiß bereits, dass Gewicht von unzähligen Faktoren beeinflusst wird und kein konkretes Verhalten ist (Ernährung/Bewegung/Schlaf usw. ist ein konkretes Verhalten). Das Land geht gegen Diskriminierung und Stigmatisierung vor, indem Ü*bergewicht nicht länger durch das Körpergewicht definiert wird (o.A., 2020). Tabelle 1 zeigt die vier Gesundheits-Paradigmen nach dem Technical Report der Provincial Health Service Authority Canada.


Die vier Paradigmen nach dem Technical Report der Provincial Health Services Authority (Provincial Health Services Authority, 2013)


BMI als unbrauchbarer Gesundheitsmarker

Der BMI wurde im Jahr 1830 von dem Astronomen Adolphe Quetelet entwickelt und sollte nicht den Gesundheitszustand von Individuen feststellen, sondern vielmehr die Gewichtsklassen-Normalverteilung einer Gruppe bestimmen. Seine Studienpopulation waren dabei >5000 schottische Soldaten (Bohlen, 2010). Dass Menschen mit allen Ethnizitäten und vor allem Frauen an diesen Referenzwerten gemessen werden, ist bezugnehmend auf Rassismus und Sexismus eigentlich ein großer Skandal. Zusätzlich gibt der BMI keinen Aufschluss über die Aufteilung der Körperkompartimente – eine Tatsache, die bereits in der Ausbildung zur Diätologin/zum Diätologen mehrfach betont wird. Trotzdem dass ebenfalls kein Rückschluss auf Ernährungsgewohnheiten, Fitnesslevel, Lifestyle und die metabolischen Biomarker getroffen werden kann, wird die Formel in Gesundheitseinrichtungen und Versicherungsgesellschaften immer noch als Wert präsentiert, dessen Aussagekraft mit dem individuellen Gesundheitsstatus gleichgesetzt werden kann. Als oberstes Ziel gilt das Erreichen des N*rmalgewichtes. Doch entgegen dem angenommenen linearen Trend zeigen die Daten das höchste Mortalitätsrisiko am äußersten Ende des Gewichtsspektrums (<18,5, >35) und das niedrigste Mortalitätsrisiko für Personen mit BMI 25 bis <30 (Calogero et al., 2019).

Tomiyama et al., 2016 untersuchten bei einer Studie 40.000 Menschen auf ihre metabolische Gesundheit (Blutdruck, Triglyceride, Cholesterin, Insulinresistenz) in Bezugnahme auf den BMI. 50% mit BMI Ü*bergewicht, 29% mit BMI A*ipositas und 16% mit BMI A*ipositas Typ 2/3 waren metabolisch gesund. >30% mit BMI N*rmalgewicht waren metabolisch ungesund (A J Tomiyama et al., 2016). Diese Studie verdeutlicht einmal mehr, dass der BMI kein verlässliches Synonym für Gesundheit ist.


Problematik des gewichtszentrierten Gesundheits-Paradigmas

O’Hara & Gregg, 2012 sehen durch die Stigmatisierung und Diskriminierung, deren Berechtigung durch das gewichtszentrierte Gesundheitsparadigma argumentiert wird, eine Verletzungen von zumindest 13 Menschenrechts-Artikeln (O’Hara & Gregg, 2012).

Zusätzlich sind Diäten und weitere Formen der Kalorienrestriktion bekannte Risikofaktoren für das Auftreten von Essstörungen, Heißhungerattacken und Weight-Cycling (Liechty & Lee, 2013) (Neumark-Sztainer et al., 2006) (van Strien et al., 2014). Weight Cycling allein ist ein unabhängiger Risikofaktor für kardiovaskuläre Ereignisse, Entzündungen, hohen Blutdruck und Insulinresistenz (Bacon & Aphramor, 2011). Darüber hinaus fördert Gewichtsstigmatisierung und -diskriminierung negatives Ernährungsverhalten (Vartanian & Porter, 2016), verschlechtert die metabolische Gesundheit und begünstigt insgesamt eine weitere Gewichtszunahme (A. Janet Tomiyama et al., 2018). Solange es also kein Paralleluniversum gibt, indem Weight-Cycling und Stigmatisierung nicht existieren, müssen die Risikofaktoren, die derzeit erhöhtem Körpergewicht zugeschrieben werden, als das betrachtet werden, was sie sind: eine Korrelation.


Paradigmenwechsel in der Praxis durch Health At Every Size®

Matheson et al, 2012 bewiesen in einer Studie, dass sich Gesundheit durch gesundheitsförderndes Verhalten allein, unabhängig vom BMI, verbessern lässt (Matheson et al., 2012). Das ist eine wichtige Erkenntnis, denn ein Verkaufsschlager der Abnehmkultur und Diätindustrie ist der Name der Gesundheit.

In dem revolutionären Konzept Health At Every Size® (HAES) wird Körperdiversität als Bestandteil der menschlichen Existenz gesehen. HAES heißt Gesundheit – und nicht etwas gesund - bei jeder Größe. Sinngemäß übersetzt bedeutet es gesundheitsförderndes Verhalten (multidimensionell: physisch, sozial, spirituell, emotional, beruflich, intellektuell) unabhängig vom Körpergewicht. Der HAES-Ansatz ist noch nicht Gegenstand großer Untersuchungen gewesen. In sechs kleineren randomisiert kontrollierten Studien ließen sich allerdings statistisch und klinisch relevanten Verbesserungen der physiologischen Parameter (z. B. Blutdruck, Blutfette), des Gesundheitsverhaltens (z. B. körperliche Aktivität, Pathologie von Essstörungen) und der psychosozialen Variablen (z. B. Stimmung, Körperbild, Selbstwertgefühls) feststellen (Provincial Health Services Authority, 2013). Intuitives Essen ist Teil von HAES.


Intuitiv Essen: ein validiertes Therapiekonzept

Nach 25 Jahren wurde IE Bestandteil von mehr als 125 Forschungsergebnissen (Tribole & Resch, o. J.). Das mediale Interesse zum Ernährungskonzept wurde vor allem durch eine kleine Studie an der Brigham Young University geweckt, die einen signifikanten Zusammenhang zwischen der metabolischen Gesundheit und einem hohen IE-Score festgestellt hat (Hawks et al., 2005). Abbildung 2 fasst einige der Forschungsergebnisse zusammen.




Die Studienliste findest du hier.


Die 10 Prinzipien

Dieses ernährungstherapeutische Konzept ist, wenn die Person von einer Essstörung oder essgestörtem Verhalten betroffen ist, eine Ergänzung und nicht etwa ein Ersatz zur Psychotherapie.


1. Diätmentalität loswerden: im ersten Prinzip liegt der Fokus auf der Bewusstseinsstärkung des Schadens, den Diäten anrichten. Wichtigstes Erkenntnis ist, dass Diäten mehr kosten, als sie Nutzen bringen (Risiko durch Weight-Cycling; 95% nehmen das Gewicht in bis zu 5 Jahren wieder zu; bis zu 2/3 nehmen mehr zu, als sie abgenommen haben; sinkende Selbstwirksamkeitserwartung; soziale Isolation; Depression usw.) Patient*innen/Klient*innen sollen verstehen, dass die Diätindustrie und Abnehmkultur von Lügen, Sexismus, Rassismus, Ableismus, dem Patriarchat und Fatshaming geprägt ist. (Tribole & Resch, 2020) (Tribole & Resch, 2017)


2. Hunger ehren: Patient*innen/Klient*innen lernen hier die psychologischen und physiologischen Auswirkungen eines unterernährten Körpers: Besessenheit vom Essen – Gefühl der „Sucht nach Essen“, binge-eating, bulimische Episoden, Training, um sich mehr essen zu verdienen, Depression, Apartheit, Refeeding usw.. Chemische Prozesse, die Überessen triggern, werden besprochen. Die Aufforderung ist immer zu essen, wenn Hunger gespürt wird. Bei einigen Patient*innen/Klient*innen muss der Instinkt Hunger neu gelernt werden. Interozeptive Awareness-Übungen und die Hunger-Sättigungsskala helfen dabei. (Tribole & Resch, 2020) (Tribole & Resch, 2017)


3. Frieden schließen mit dem Essen: in diesem Kapitel geht es um psychologische Auswirkungen von selbst auferlegten Regeln. Es wird besprochen, dass Verbote den Reiz und das Verlangen noch mehr triggern. Patient*innen/Klient*innen lernen, dass die Magie des Lebensmittels, bei dem sie glauben süchtig zu sein, verloren geht, wenn sie sich die Konsumation jederzeit erlauben. Kontrollverlust und Schuldgefühle werden durch uneingeschränkte Ernährungsfreiheit aufgelöst. Eine natürliche Phase ist, dass Patient*innen/Klient*innen erstmal alles nachholen, was sie die letzten Jahre verpasst haben. Durch den Effekt der Habituation stellt sich das nach gewisser Zeit wieder ein: Erlaubnis bringt die Autonomie der Wahlfreiheit. (Tribole & Resch, 2020) (Tribole & Resch, 2017)


4. Herausfordern der innere Ernährungspolizei: die Vertiefung des dritten Prinzips. Hier werden bestimmte Diätindustrie-Glaubenssätze (z.B. Kalorienzählen, Gluten, Weizen, Kohlenhydrate, Zucker, usw.) adressiert und aufgelöst – Gedanken und Emotionen, sowie der Klang der inneren Stimme rund um diese Ernährungsregeln spielen eine wichtige Rolle. Phrasen werden ernährungsphysiologisch aufgeklärt und in die Stimme der Intuition umgewandelt. (Tribole & Resch, 2020) (Tribole & Resch, 2017)


5. Genuss-/ Zufriedenheitsfaktor finden: viele Patient*innen/Klient*innen sorgen sich während des Essens um die Vergangenheit und Zukunft, ohne die Gegenwart richtig zu erleben. Der Fokus liegt auf Achtsamkeit, um Essen mit allen Sinnen wahrzunehmen. Einflüsse, die den Genussfaktor unterbinden können (z.B. extremer Hunger, Schuldgefühle,..) werden erarbeitet und behoben. Ein weiteres wichtiges Ziel dieses Prinzips ist, dass sich Patient*innen/Klient*innen gönnen, wonach sie verlangen. Weder Apfel, noch Reiswaffel oder Joghurt werden den Genusshunger stillen, wenn das eigentliche Verlangen auf Schokolade gerichtet ist. (Tribole & Resch, 2020) (Tribole & Resch, 2017)


6. Sättigung reflektieren: Patient*innen/Klient*innen lernen, wie sich angenehme Sättigung anfühlt und welche Störfaktoren diese beeinflussen, z.B. Ablenkung, Teller aufessen, extremer Hunger oder Verbote mit dem Ausnutzen des „Ausrutschers“. Gemeinsam wird erarbeitet, wie die Störfaktoren aufgelöst werden können. Zusätzlich wird hier der ernährungsphysiologische Einfluss von Lebensmitteln und Speisen in Bezug auf die Sättigung besprochen und in praktischen Beispielen selbstständig reflektiert. (Tribole & Resch, 2020) (Tribole & Resch, 2017)


7. Selbstfürsorgliche Emotionsbewältigung: Patient*innen/Klient*innen lernen biologischen Hunger, emotionalen Hunger, Genusshunger und Überessen aus physiologischen Gründen wie z.B. Schlafmangel zu unterscheiden. Gemeinsam wird herausgefunden, was emotionales Essen triggert und welche Funktion es hat. Emotionales Essen ist als Bewältigungsstrategie erlaubt, solange es nicht die einzige ist. (Tribole & Resch, 2020) (Tribole & Resch, 2017)


8. Körper respektieren: in Anbetracht unserer fettphobischen Gesellschaft eines der wohl schwierigsten Prinzipien. Patient*innen/Klient*innen lernen, dass sie ihren Körper nicht lieben müssen, um ihn mit Würde und Respekt zu behandeln. Der Fokus rückt vom Aussehen hin zu den Fähigkeiten (z.B. Weg von A nach B, Geburt eines Kindes usw.). Eine wichtige Erkenntnis ist, dass jeder Körper ein Sollgewicht hat, das er mit gesundheitsförderndem Verhalten automatisch erreicht und mit Leichtigkeit halten kann. Durch restriktives Verhalten kann der Körper in ein anderes Gewicht gezwungen werden, aber die Homöostase wird früher oder später wiederhergestellt. (Tribole & Resch, 2020)(Tribole & Resch, 2017)


9. Bewegung – fühle den Unterschied: Grundsatz ist Bewegung, weil man seinen Körper liebt, nicht weil man ihn hasst. Wohlbefinden und Lebensqualität durch Bewegung im Alltag und Sport, der wirklich Spaß macht, ersetzen das Ziel der Kalorienvernichtung. (Tribole & Resch, 2020) (Tribole & Resch, 2017)


10. Ernährung, die die Gesundheit streichelt: Gesunde Ernährung wird hier einerseits als abwechslungsreich definiert und andererseits durch eine gesunde Beziehung zum Essen. Patient*innen/Klient*innen lernen, dass nicht ein Lebensmittel oder eine Speise allein über die Gesundheit entscheidet. Wie weiter oben beschrieben hat eine Studie festgestellt, dass Intuitive Esser*innen eine abwechslungsreichere Ernährung haben. Das hat damit zu tun, dass sich gesunde Ernährung gut anfühlt. Insgesamt gelten für dieses Prinzip die allgemeinen Empfehlungen der gesunden Ernährung. (Tribole & Resch, 2020) (Tribole & Resch, 2017)


Quellen

Bacon, L., & Aphramor, L. (2011). Weight Science: Evaluating the Evidence for a Paradigm Shift. Nutrition Journal, 10(1), 9. https://doi.org/10.1186/1475-2891-10-9

Bohlen, A. (2010). Der „Body Mass Index“ – Eine bibliometrische Analyse [Dissertation, Universitätsmedizin Berlin]. https://d-nb.info/1024004066/34

Calogero, R. M., Tylka, T. L., Mensinger, J. L., Meadows, A., & Daníelsdóttir, S. (2019). Recognizing the Fundamental Right to be Fat: A Weight-Inclusive Approach to Size Acceptance and Healing From Sizeism. Women & Therapy, 42(1–2), 22–44. https://doi.org/10.1080/02703149.2018.1524067

Hawks, S., Madanat, H., Hawks, J., & Harris, A. (2005). The Relationship between Intuitive Eating and Health Indicators among College Women. American Journal of Health Education, 36(6), 331–336. https://doi.org/10.1080/19325037.2005.10608206

LaMotte, S. (2020). Intuitive eating: The anti-diet, or how pleasure from food is the answer, say its creators. CNN health, o.S. https://edition.cnn.com/2020/01/31/health/intuitive-eating-no-diet-wellness/index.html

Liechty, J. M., & Lee, M.-J. (2013). Longitudinal predictors of dieting and disordered eating among young adults in the U.S.: Longitudinal Predictors of Disordered Eating. International Journal of Eating Disorders, 46(8), 790–800. https://doi.org/10.1002/eat.22174

Matheson, E. M., King, D. E., & Everett, C. J. (2012). Healthy Lifestyle Habits and Mortality in Overweight and Obese Individuals. The Journal of the American Board of Family Medicine, 25(1), 9–15. https://doi.org/10.3122/jabfm.2012.01.110164

Neumark-Sztainer, D., Wall, M., Guo, J., Story, M., Haines, J., & Eisenberg, M. (2006). Obesity, Disordered Eating, and Eating Disorders in a Longitudinal Study of Adolescents: How Do Dieters Fare 5 Years Later? Journal of the American Dietetic Association, 106(4), 559–568. https://doi.org/10.1016/j.jada.2006.01.003

o.A. (2020). Obesity not defined by weight, says new Canada guideline. BBC. https://www.bbc.com/news/world-us-canada-53656651

O’Hara, L., & Gregg, J. (2012). Human Rights Casualties from the “War on Obesity”: Why Focusing on Body Weight Is Inconsistent with a Human Rights Approach to Health. Fat Studies, 1(1), 32–46. https://doi.org/10.1080/21604851.2012.627790

Provincial Health Services Authority. (2013). From Weight to Well-Being: Time for a Shift in Paradigms?www.phsa.ca/populationhealth

Tomiyama, A J, Hunger, J. M., Nguyen-Cuu, J., & Wells, C. (2016). Misclassification of cardiometabolic health when using body mass index categories in NHANES 2005–2012. International Journal of Obesity, 40(5), 883–886. https://doi.org/10.1038/ijo.2016.17

Tomiyama, A. Janet, Carr, D., Granberg, E. M., Major, B., Robinson, E., Sutin, A. R., & Brewis, A. (2018). How and why weight stigma drives the obesity ‘epidemic’ and harms health. BMC Medicine, 16(1), 123. https://doi.org/10.1186/s12916-018-1116-5

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Tribole, E., & Resch, E. (2017). The Intuitive eating workbook: principles for nourishing a healthy relationship with food. New Harbinger Publications, Inc.

Tribole, E., & Resch, E. (2020). Intuitive eating: an anti-diet revolutionary approach (4th edition). St. Martin’s Essentials.

van Strien, T., Herman, C. P., & Verheijden, M. W. (2014). Dietary restraint and body mass change. A 3-year follow up study in a representative Dutch sample. Appetite, 76, 44–49. https://doi.org/10.1016/j.appet.2014.01.015

Vartanian, L. R., & Porter, A. M. (2016). Weight stigma and eating behavior: A review of the literature. Appetite, 102, 3–14. https://doi.org/10.1016/j.appet.2016.01.034






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