Wenn Essen weh tut – und wie Gesundung beginnen kann
- Isabel Bersenkowitsch

- 17. Nov.
- 3 Min. Lesezeit
Ein persönlicher Einblick von Diätologin und Ernährungstherapeutin Isabel Bersenkowitsch - zu sehen am 26.8.2025 auf Puls 4 – „So lebt sich’s leichter“ S3F2 mit Host Holly Wilkinson

Als ich Sonja das erste Mal gesehen habe, in meiner Praxis, begleitet von Holly – war mir sofort klar: Hinter ihrem Lächeln trug sie eine Geschichte, die viele Menschen mit (ehemaliger) Essstörungen teilen, aber nur wenige laut aussprechen. Im Vorgespräch erzählte Holly mir, dass Sonja unglaublich bemüht sei, ihre Ernährung umzustellen, aber noch immer tief in alten Glaubenssätzen über Essen, Diäten und das „Schlanksein-Müssen“ gefangen war. Als Sonja dann vor mir saß, hörte ich nicht nur ihre Worte – ich spürte ihren Schmerz.

„Ich weiß nicht, was gerade los ist“ – Wenn Gefühle plötzlich aufbrechen
Schon in den ersten Minuten des Gesprächs merkte ich, wie nah Sonja das Thema ging. Man sieht es im Beitrag deutlich: Während wir über Essverhalten, Körperwahrnehmung und intuitive Ernährung sprechen, steigen Tränen auf. Das passiert oft an diesem Punkt der Reise – wenn jemand zum ersten Mal sagt:
„Ich habe so lange versucht, stark zu sein… aber es tut einfach weh.“
Und ja, Essen ist intim. Der eigene Körper ist intim. Kaum etwas berührt unser Selbstwertgefühl stärker.
Sonja erzählte mir von ihrer Vergangenheit: eine Magersucht, sechs Jahre zurückliegend – äußerlich überwunden, innerlich aber noch spürbar. Sie sagte den Satz, der vielen Betroffenen bekannt vorkommen wird:
„Dünn zu sein war damals die beste Erfahrung meines Lebens… man wird plötzlich anders wahrgenommen, wertvoller.“
Dieser Gedanke sitzt tief. Er hält Menschen jahrelang in Mustern fest, die eigentlich nur Leid erzeugen.
Das sind keine Charakterfehler – das sind Symptome
Im Laufe unserer Arbeit habe ich Sonja eine Liste gezeigt:Eine Sammlung typischer körperlicher, psychischer, sozialer und verhaltensbezogener Symptome, die durch Diäten und Essstörungen entstehen.
Hier findest du die vollständige Symptomliste „Auswirkungen von Diäten und Ernährungsregeln“. Wie viele treffen bei dir zu?

Warum es nicht „einfach nur Essen“ ist
Essen reguliert unser Nervensystem. Diäten dysregulieren es. Sonja erzählte, wie unkontrollierbar ihre Stimmungsschwankungen früher waren, wie sehr Essen ihre Gedanken blockierte, wie sorgenvoll jeder Bissen wurde. Seit sie dank Holly regelmäßiger isst, genügend Kohlenhydrate einbaut und ihrem Körper wieder Nährstoffe gibt, ist etwas Entscheidendes passiert:
„Mein Nervensystem hat sich beruhigt. Es ist noch nicht ganz unten, aber ich kann wieder atmen. Mein Leben ist leichter geworden.“
Dieser Satz hat mich berührt, weil er zeigt, wie heilsam schon kleine Schritte sein können.
Vielleicht findest du dich in Sonjas Geschichte wieder…
Vielleicht hast auch du
jeden Tag Gedanken über Essen, Kalorien oder Gewicht
Angst vor bestimmten Lebensmitteln
das Gefühl, ständig „zu viel“ oder „falsch“ zu essen
schon einmal eine Essstörung gehabt – sichtbar oder unsichtbar
das Gefühl, dass Diäten dich immer weiter von dir selbst entfernen
Vielleicht trägst du diesen Schmerz seit Jahren. Vielleicht hast du nie darüber gesprochen. Vielleicht stehst du gerade an dem Punkt, an dem Sonja vor unserer Begegnung stand. Wenn du dich hier irgendwo wiederfindest: Du bist nicht allein. Und das bedeutet auch: Du musst das nicht allein schaffen.
Möchtest du Frieden mit Essen schließen?
Ich lade dich herzlich ein zu meinem 0€ Webinar:
„5 Schritte, um Frieden mit dem Essen zu schließen“

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In diesem Webinar erfährst du:
warum Diäten fast immer zu Kontrollverlust führen
wie du wieder Vertrauen in deinen Körper aufbaust
wie du Essensdrang, Heißhunger und Schuldgefühle verstehst und löst
wie intuitive Ernährung Schritt für Schritt funktioniert
warum Frieden mit dem Essen auch Frieden mit dir selbst bedeutet
Wenn du bereit bist, den ersten Schritt zu machen –so wie Sonja es getan hat –dann freue ich mich, dich dort zu begleiten.








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